Durch das Naturidyll Lange Dammwiesen und zum Stienitzsee - Spätaufsteher-Tour

Die beiden Stienitzseen, eingebettet in eine gelassene Atmosphäre bei den Berliner Gartennachbarn zwischen Strausberg und Rüdersdorf, bieten Dir den im Seenland Oder-Spree obligatorisch entspannenden Blick aufs Wasser.

  Länge   Dauer
10.5 km 3.5 h

Du möchtest schnell in die ruhige Natur eintauchen und möglichst abseits bekannter Pfade auf andere Gedanken kommen, zügig raus aus der Stadt und nicht weit fahren? Im nahen östlichen Berliner Umland kannst Du ein echtes Kleinod und Naturparadies entdecken. Diese Rundwanderung führt Dich auf einsame Waldwege, durch Moore, an Weiden und Feuchtwiesen vorbei in ein Refugium für bedrohte Arten. Die beiden Stienitzseen, eingebettet in eine gelassene Atmosphäre bei den Berliner Gartennachbarn zwischen Strausberg und Rüdersdorf, bieten Dir den im Seenland Oder-Spree obligatorisch entspannenden Blick aufs Wasser.

Dein Naturerlebnis vor den Toren der Großstadt:

  • Entspannte Halbtagstour auf dem „66-Seen-Wanderweg“ und „Orchideen-Rundweg“
  • Abwechslungsreich: Picknickareale mit Aussichtsplätzen, Holzstege und Treppen über Hügel, Dämme und plätschernde Fließe in unterschiedlichen Landschaften
  • Informativ: im Naturschutzgebiet mit Lehrpfad heimische Orchideen und besondere Tierarten beobachten
  • Weite Blicke: über das weitläufige Tal, über den Großen Stienitzsee oder von der Aussichtsplattform auf dem Wachtelturm
  • Gemütlich: dem Treiben in den Gärten am Kleinen Stienitzsee in Hennickendorf zuschauen
  • Ultraklar: auf dem Bohlenweg geheime Badeplätzen am Großen Stienitzsee entdecken

Start & Ziel: S-Bahnhof Strausberg
Länge: 10,5 km / ca. 3,5h
Anfahrt ÖPNV: RB26 oder S5 ab Ostkreuz / Lichtenberg bis Strausberg Bahnhof
Abfahrt ÖPNV: Strausberg Bahnhof: RB26 oder S5

Anfahrtstipp
Am Bahnhof in Strausberg angekommen geht man entlang der Bahnhofsstraße nach rechts und überquert die Ernst-Thälmann-Straße und die nachfolgenden Bahnhofsschienen. Auf der linken Seite findet man dann den Einstieg für die Wanderung durch das Naturidyll.

Auf dem Damm entlang und rein ins Grüne
Nach nur kurzer Fahrt mit der S- oder Regionalbahn bringt Dich der 66-Seen-Weg Richtung Rüdersdorf schnell ins Grüne. Der Einstieg erfolgt hinter den Bahngleisen wenige hundert Meter östlich des Bahnhofs Strausberg. Du merkst sogleich die Höhenunterschiede, wenn Du über die wallartigen Erhebungen und Dämme aus der Eiszeit in das Naturschutzgebiet Lange Dammwiesen eintauchst. Auf den quellreichen Flächen entstanden ein abwechslungsreiches Gelände und eine spannende Landschaft, durch Die Dich Deine Spätaufsteher-Tour führt. Der Weg verläuft entlang eines der abwechslungsreichsten Niedermoore in Brandenburg.

Nachdem Du an der Bahnstrecke nach Süden abbiegst, kannst Du den kleinen Trail rechts nehmen, der Dich später wieder auf den 66-Seen-Weg zurückbringt. Hier geht es am Waldrand und an feuchten Wiesen entlang und Du überquerst einen kleinen Bach. Viele kalkhaltige Quellen sorgen für besonders klares Wasser, z.B. im nahen Großen Stienitzsee. Die Quellmoore beherbergen zahlreiche seltene Pflanzen, wie mehrere Orchideenarten. Als Kohlenstoffspeicher wirken die intakten Moore dem Klimawandel entgegen und sind daher besonders schützenswert.

Büffel lassen Orchideen blühen - gelebter Naturschutz
Das Gebiet in dem Du wanderst bietet eine enorme Naturvielfalt und Lebensräume für zum Teil bedrohte Tier- und Pflanzenarten. In Anlehnung an historische Bewirtschaftungsformen kümmern sich heute Naturschützer und ansässige Landwirte um die Landschaftspflege. Unterstützt werden sie durch urtümliche Heckrinder, Pferde, Schafe und Ziegen, die Du auf den weitläufigen Wiesen und im Weidewald bestimmt sehen wirst. Auf den nassen Weiden grasen sogar Wasserbüffel.

Die Beweidungsprojekte fördern den Erhalt einer vielfältigen Offenlandschaft, von dem vor allem Vögel, die in den Wiesen brüten, profitieren. Aber auch gefährdete Schmetterlinge, wie der Große Feuerfalter sind Nutznießer des naturschonenden Grünlandmanagements.

Seltene Arten entdecken
Deine Tour führt über einen Naturlehrpfad, der über das Gebiet und seine Besonderheiten Auskunft gibt. Bist Du Vogelliebhaber? Dann wirst Du je nach Jahreszeit und mit etwas Glück einige Raritäten beobachten können: in der Herbst- und Winterzeit Eisvögel, Gänsesäger, Trauer- und Schellente am Großen Stienitzsee, nahe der Futtermühle Lemke fühlen sich Gebirgsstelzen wohl und an der Kleingartenkolonie kannst Du den balzenden Bekassinen und Kiebitzen von April bis Juni zusehen – Fernglas nicht vergessen! Hier am nördlichen Ortsrand von Hennickendorf hast Du einen besonders schönen Ausblick über das weitläufige Tal und die Weiden, auf denen während der Sommermonate Kraniche Station machen.

Berliner Gartennachbarn: Hennickendorf und der kleine Stienitzsee
Im gemütlichen Hennickendorf geht’s gelassen zu. Grüne Gärten reichen an den kleinen Stienitzsee heran, Kindergelächter dringt herüber. Einen guten Überblick verschafft die Aussicht vom knapp 30m hohen Wachtelturm (nur am Wochenende). Du siehts die Seen und die Langen Dammwiesen, bei guter Sicht erkennst Du den Berliner Fernsehturm. Snack-stop gefällig: Im Hofladen der Mühle Lemke, beim Bäcker gegenüber der Kirche oder am Eisparadies kannst Du Dich versorgen.

Für Insider: Badestelle Stienietzsee Nordostufer
Am sumpfigen Ufer des Großen Stienitzsees beginnt ein romantischer Holzbohlen-Pfad mit Brücken zu versteckten Badestellen und kleinen Rastplätzen. Von hier aus hast Du herrliche Weitblicke über die ganze Länge des besonders klaren Stienitzsees und kannst natürlich auch ins kühle Nass eintauchen. Seerosen, Fische und Muscheln und eine Sichttiefe von bis zu 5m beweisen beste Wasserqualität in einem der klarsten Seen im Land Brandenburg.
Zurück führt Dich der Orchideenrundweg mit gelber Markierung über den Ortsteil Torfhaus nochmal ins Grüne. Es geht am Wiesenrand entlang und durch den Wald zum Ausgangs- und nun Endpunkt Bahnhof Strausberg. Hier kannst Du vor Abfahrt in die Großstadt in die beliebte „Kaffeepause“ einkehren. Die Eis- und Kuchenkreationen von Patissier Andreas Dietrich sind nicht nur bei Wanderern äußerst beliebt.

Info-Tipps für die besonders Naturinteressierten unter Euch:
Bedeutende Tier- und Pflanzenarten

  • Vögel: Seeadler, Kranich, Wachtelkönig, Bekassine, Kiebitz, Wendehals, Sperbergrasmücke, Schlagschwirl, Beutelmeise, Grauammer
  • Säugetiere: Fischotter
  • Amphibien: Rotbauchunke, Kammmolch
  • Insekten: Großer Feuerfalter, Perlgras-Wiesenvögelchen
  • Pflanzen: zahlreiche Orchideenarten, Türkenbundlilie, Wollgras, Sumpfsimse, Trollblume, Sumpf-Herzblatt, Pracht-Nelke, Schwalbenwurz, Heilziest, Weiden-Alant, Knack-Erdbeere (essbar!)

Deine „Packliste“

  • Die kostenfreie App Flora Incognita kann Dir beim Bestimmen von Pflanzen helfen
  • Sonnenschutz und Mückenmittel
  • Getränke, ggf. Snacks
  • Badesachen
  • Birdwatcher sollten ihr Fernglas nicht vergessen!

Saisonkalender Naturbeobachtung

  • März - Juni: Bekassinen- u. Kiebitzbalz
  • Mai - Juli: der gelbe Pirol, Neuntöter, Orchideen, verschiedene Schmetterlingsarten
  • August - September: Neuntöter, verschiedene Schmetterlingsarten
  • Oktober - Februar: Seidenschwanz
  • ganzjährig: Kranich mit Rastplatz, Eisvogel, Wasserbüffel & co

Wer sich für mehr Hintergründe zum Thema Naturschutz und Landschaftspflege im Gebiet Lange Dammwiesen interessiert, findet diese beim Landschaftspflegeverband Mittlere Oder e.V., beim NABU oder bei der Stiftung Naturschutzfond Brandenburg.

Einkehrtipps:

  • Hennickendorf: Mühle Lemke Hofladen mit Bäckerei (Mo-Sa) und Eisparadies am Kirchplatz
  • Strausberg Bahnhof: Schnee-Eis in der Café- und Weinstube „Kaffeepause“

Karte & Anreise

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