Wasserturm


 

Wasserturm Der Wasserturm auf dem Marienberg ist neben der St. Marienkirche und dem Straussee ein weiteres Wahrzeichender Stadt Strausberg. Seine Aufgabe, den Wasserdruck in den höher gelegenen Ortsteilen von Strausberg zu gewährleisten, muss er heute nicht mehr erfüllen.
Heute wird der 35 Meter hohe Turm als Antennenhalter für den Mobilfunk genutzt. Südlich des Straussees liegt er eingebettet in wundervoller Waldumgebung. Dem Besucher bieten sich attraktive Ausblicke sowie kilometerlange Wanderwege in reizvoller Natur.

Geschichte

Die Wasserversorgung der Strausberger Bürger erfolgte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts über private Brunnen. Nach zahlreichen Beschwerden der Bürger über die Qualität des Frischwassers, die Verschmutzung der Stadt durch Abwasser  und die Überschwemmung durch Regenwasser musste eine neue Lösung gefunden werden.
1905 wurden nach langwieriger Diskussionen die erforderlichen Mittel für die Vorarbeiten zu einer zentralen Wasserversorgung bewilligt. Für einen konstanten Wasserdruck in den Rohrleitungen erforderte der Bau des Wasserwerkes einen Wasserhochbehälter. Der Marienberg mit seinen 93,5 Metern Gipfelhöhe war dafür der günstigste Ort, wurde letztendlich favorisiert und bekam so einen Turm mit einem Hochbehälter, der 400 m³ Wasser fassen konnte. Im Frühjahr 1910 wurde mit dem Bau des Wasserturms begonnen. Während der Bauphase gab es maßgebliche Probleme.
Bei der Gestaltung wurden Verblendsteine verwendet. Das am Turm über der Eingangstür angebrachte Relief aus schlesischem Sandstein, welches das Starsuberger Wappen darstellt zeigt das Jahr der Fertigstellung. Der reguläre Betrieb der gesamten Wasserversorgung der Stadt und somit auch des Wasserturms wurde aufgenommen.
Bis nach der Wende erfüllt der Turm ohne große Störung seine Aufgabe, den Wasserdruck konstant zu halten.
Dann wurde er aus ökonomischen Gründen stillgelegt.

 

 

 

Quelle: Reschke, Wolfgang: Von der Meierei vor der Heide zum Dichterviertel. - S. 22

Der Marienberg, früher Krähenberg, ist benannt nach der hölzernen Marienkapelle, die im 15. Jh. auf dem höchsten Punkt Strausbergs erbaut wurde. Nach etwa 50 Jahren war die Kapelle in einem derart schlechten Zustand, dass ein Neubau erforderlich war. Die fertige, aus Stein bestehende Kapelle wurde von nun an als Kirche bezeichnet. In der Folge der Reformation fiel die Wallfahrtskirche dem Religionswandel zum Opfer und wurde zerstört. Dort, wo sich vor einiger Zeit noch die Wallfahrtskirche befand, erhebt sich heut der weit im Land zu sehende Wasserturm.
Wappen - Wasserturm
Wasserturm - Blick Jenseits des Sees


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